Dragon
Tagebuch


Familienfeste...

...oder die Katastrophe für den Gnom.

Ich habe es wahrscheinlich schonmal erwähnt, heute war es soweit: trotz meiner Einstellung gegenüber der "Institution Kirche" habe ich Damian heute taufen lassen. War auch sehr nett soweit im Gottesdienst, wenn es mehr solche Priester gäbe, wie Johannes Wisser einer ist, könnte ich mir doch noch überlegen, die Kirche nicht bloß als vorhanden zu akzeptieren, sondern vielleicht ein wenig mehr verstehen, warum das Christentum eine Weltreligion geworden ist (trotz chauvinistischer Einstellung, Menschenrechtsverletzungen, Brutalität, Intoleranz, und, und, und.... von dem sich heute offiziell distanziert wird).
Ich möchte eben, dass Damian später einmal die Wahl hat (ab 14 Jahre herrscht ja bekanntlich das Recht auf freie Wahl der Religion) und nicht in der Grundschule mindestens eine Schulstunde pro Woche in einem völlig leeren Schulgebäude herumgeistert und die große Langeweile schiebt, weil er - trotz Interesse - nicht am Religionsunterricht teilnehmen darf. (So ging es einer Klassenkameradin von mir, die nicht getauft war und somit nicht am Unterricht teilnehmen durfte.)

Heute war dann eben Taufe. Wie gesagt, Gottesdienst war soweit in Ordnung, Damian war trotz seiner eigentlich stark ausgeprägten Fremdelei sehr ruhig, brav und interessiert an der ganzen Zeremonie. Danach ging es dann in ein Restaurant in der Nähe, wo Damian mangels Schlaf schon etwas quengelig wurde und eben Beschäftigung wollte. Soweit war alles noch im grünen Bereich, bis es dann Nachmittag wurde.
Wie geplant haben wir das Restaurant relativ bald verlassen, dann später noch Kaffee und Kuchen zu Hause gerichtet und danach ging es rund mit dem Kleinen. Er war nicht mehr wirklich zu beruhigen, quengelte aufgrund der vielen (zwar bekannten, aber trotzdem zu zahlreichen) Leute und des mittlerwile sehr groß gewordenen Schlafdefizits nur noch rum, ließ sich aber nicht ins Bett legen. Dann waren da auch noch zwei Omas und eine Uroma, die sich den Gnom förmlich gegenseitig aus den Händen rissen und einen völlig gestressetn Damian, eine enttäuschte Patentante und einen genervten Vater billigend in Kauf nahmen (eine der zwei Omas war besonders seltsam, ich verrate aber nicht, welche). Ich hatte also meine liebe Not, Gnom, Papa und God zufriedenzustellen und konzentrierte mich auf den, der sich am wenigsten zu helfen wusste (Papa und God sind alt genug, sich selbst zu helfen). Wenn er auch nicht wirklich schlafen wollte, gönnte ich ihm trotzdem immer mal wieder einen Versuch, zu schlafen und somit eine kleine Auszeit von dem ganzen Baby-hätschel-tätschel-Trubel und den lauten Unterhaltungen, die sich gegenseitig hochschaukelten, damit auch jeder hört, was der andere zu sagen hat (da half auch die Einteilung in zwei getrennte Tische nichts).
Dennis war nachher so fertig, dass ich ihm auch eine Auszeit verschrieb und ihn hoch in mein Zimmer schickte, damit er sich hinlegt (immerhin musste er ja auch noch fahren), habe mich dann allein um den Gnom bemüht und ihn letztendlich mit viel Geduld, Ruhe, Singerei und nicht zuletzt Brei zum Schlafen überredet.

Um es kurz zu sagen: ich war mehr als nur froh, als (fast) alle weg waren und ich mich endlich mal hinsetzen konnte, ohne gleich wieder aufspringen zu müssen. Jetzt bin ich eben fertig wie eine Laus, wollte aber eben noch alles loswerden, bevor ich morgen die Hälfte vergessen hab und dann doch nichts Richtiges zum Blogen finde und es wieder überflüssig, überhaupt irgendwas zu schreiben...
Wie auch immer, ich muss schlafen.
3.4.06 01:02


Ich weiß ja nicht, ob es viele Leute interessiert, ist eigentlich auch egal, weil es mein Blog ist und deshalb ganz kurz, bevor ich mich endgültig ins Bett haue:
Damian kann sitzen. Fotos davon werden noch folgen, wenn ich sie habe (dasselbe gilt für Fotos von der Taufe).
Hat mich richtig gefreut, dass er jetzt schon fast das Gleichgewicht halten kann, wenn man ihn hinsetzt. Auf jeden Fall kann er nun in seinem Hochstuhl platznehmen und muss nicht mehr halb liegend in der Wippe auf dem Tisch hängen, um den "Großen" beim Essen zuzuschauen.

Ihm ging es heute übrigens weitaus besser. Er konnte trotz dem noch immer vorhandenen Schlafdefizit heute wieder richtig lachen und sich freuen, dass alles endlich wieder seinen normalen Gang geht. Kein Dutzend Leute, die er zwar kennt, die ihm aber viel zuviel abverlangen, allein schon durch die pure Anwesenheit. Keine sich hochschaukelnden Unterhaltungen, die eigentlich ein Erwachsener von der Lautstärke her kaum erträgt, sein wie üblich gekochter Brei, seine üblichen Fütterungszeiten, seine Mama, die heute viel weniger gestresst ist, weil er sich auch wieder gut fühlt.
Die Müdigkeit steckte aber heute nicht bloß dem Gnom in den Knochen, sowohl ich als auch meine Eltern waren nicht minder fertig mit der Welt (man gewöhnt sich viel zu schnell an ein kleines Nickerchen am Nachmittag).

Ich kann es nur nochmal betonen: ich bin sowas von froh, dass der ganze Zauber von wegen Taufe und Bla und Blubb vorbei ist. Und wenn es nach mir un Dennis gegangen wäre, hätte die "Party" spätestens nach dem Kaffee ihr Ende gefunden und nicht bis nach dem Abendessen gedauert. Am Liebsten hätte ich alle (und damit meine ich wirklich alle, die den Kleinen irgendwie gestresst haben) spätestens um 16:30 Uhr aus dem Haus katapultiert und den Rest des Tages nur auf Damian, Dennis und mich begrenzt, damit der Gnom auch noch ein klein wenig Zeit hat, runterzukommen.

A propos "runterkommen"... Bis demnächst mal wieder.
4.4.06 01:49


Jetzt geht's richtig los mit Damians Entwicklung... Vorgestern hat er sich zum ersten Mal allein auf den Bauch gedreht, gestern auf den Bauch und zurück auf den Rücken, die ersten zwei Zähnchen stehen kurz vorm Durchbruch (man sieht sie schon durch den Kiefer schimmern) und so weiter und so fort. Mir scheint es, als ob es seit dieser Woche rasend schnell geht und jeden Tag mindestens eine neue Sache dazu kommt.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, habe bei eBay vier CDs verkaufen können (bei zweien müsste die Zahlung morgen dasein, ne ganz süße Käuferin von zwei Sammlerstücken, die anderen beiden haben noch nichts von sich hören lassen), bin momentan ein wenig genervt weil meine Mutter meint, sie müsste fast jeden Abend Kaffee trinken gehen wollen... Ich bin zwar manchmal echt frustriert, weil ich kaum noch Freiheiten habe, aber deshalb muss ich ja wohl nicht jeden Abend meinem Vater das Babyphone in die Hand geben, nur weil meine Mutter es nicht schafft, einmal zu sagen, dass sie KEIN Fußball ansehen möchte... Ich freu mich ja, dass ich soweit auf meine Eltern bauen kann, dass ich ab und an oder auch des öfteren mal allein unterwegs sein darf, keine Frage, ich bin auch tierisch dankbar dafür. Aber ich habe einfach ein zu stark ausgeprägtes Pflichtbewusstsein, um jeden Abend für eine oder zwei Stunden wegzugehen. Ist ja wohl nicht so schwer zu verstehen, oder?
Außerdem muss auch ich irgendwann mal den Schlaf nachholen, der mir fehlt, wenn Damian nachts wach wird und mich alle paar Minuten aus dem Bett scheucht, damit ich ihm den Schnuller gebe. Ich würde so gern mal wieder um 22.00Uhr oder 22.30Uhr im Bett sein, aber wenn ich das Angebot meiner Mutter ausschlage, ist sie wieder beleidigt und das will ich auch wieder nicht. Da ich ja auch nicht dazu komme, mich während Damians Mittagsschlaf hinzulegen, weil beide Sofas besetzt sind und ich nicht wirklich nach oben gehen möchte, weil ich befürchte, nicht rechtzeitig zurück zu sein, bleibt mir also als letzte Hoffnung nur noch das Wochenende mit Dennis, wo ich mich mit ihm abwechseln kann, falls der Gnom nicht schläft, aber immer mindestens einer von uns beiden ein mittelschweres bis großes Schlafdefizit zu verzeichnen hat. Ich möchte nicht undankbar erscheinen, meine Eltern meinen es ja auch gut, aber wenn sie mir denn schon so oft helfen wollen, sollten sie mich entweder die meisten Abende ganz in Ruhe lassen, oder mir a) das Nickerchen am Nachmittag ermöglichen bzw. b) den Gnom über Nacht nehmen, damit ich ein wenig durchschlafen kann (wobei ich natürlich Möglichkeit a) bevorzuge, damit ich Damian nachts nicht allein lassen muss).

So viel zum Thema, keine Ahnung, ob irgendjemand (außer Dennis) versteht, was ich meine. Gute Nacht Welt, hallo herzallerliebstes Bett.
6.4.06 23:37


Yoho, da bin ich wieder.

Wenig Zeit, weil Damian krank war... 3-Tage-Fieber sagte der Arzt, so war es auch. Am Mittwoch hatte es angefangen, am Samstag war es wieder weg. Ein bisschen Husten ist noch da, aber der wird auch stündlich weniger...

Wie man sieht, habe ich ein wenig am Layout gewerkelt. Das Grundlayout habe ich vom "Layoutdealer", den hier bei myblog.de gibt. Das war halt ohne Links und da habe ich dann vorhin mit Dennis ein wenig gebastelt und es sogar richtig gut hingekriegt, finde ich. Mir gefällt es, dass die Links eigentlich weiß sind, aber dunkelrot werden, wenn man mit dem Cursor drübergeht.

Ansonsten war Ostern fast normal, meine Eltern im Urlaub, ich total übermüdet, Dennis nicht viel wacher und der Gnom mit wachsender Gesundheit wieder wacher als wir beide zusammen... Immerhin gehts mit Novocaine voran, ich habe endlich alle Texte und soweit auch alle Gesangslinien, muss eben nur noch üben, dass ich das alles bis spätestens in zwei Wochen auswendig drauf habe. Immerhin sind es nur noch gut drei Monate bis zum Gig bei Umsonst und Drinnen, und wir brauchen noch mindestens einen ganz neuen Song (soweit nicht das Problem, aber ich bin nunmal im Verzug mit der Mucke, leider leider).

Soweit, so toll, ich muss noch was tun, morgen ist wieder Probe...
17.4.06 22:05


Ich habe mich mal wieder tierisch aufgeregt. Nicht genug, dass die Proben "meines" Mandolinenorchesters verdammt schlecht besucht sind (ich selbst kann auch nicht mehr so oft hin wegen dem Gnom, aber vor Damian war ich regelmäßig da, wann immer ich es irgendwie einrichten konnte), nein, jetzt ruiniert sich der Verein seine Konzerte auch noch selbst durch eine wirklich fiese Stückauswahl. Kann sich jemand vorstellen, wie sich das Flintstones-Thema von einem Mandolinenorchester anhört (ich betone, Flintstones wurde für Blasorchester geschrieben, Mandolinen sind Zupfinstrumente)? Nein? Gut, ist auch besser so, es ist nur furchtbar. Genauso, wie die Schiwago-Melodie. Und, und, und... Außer der Wiener Sonatine No.1 von W.A. Mozart kann man das komplette Programm in die Tonne treten, es klingt einfach nicht. Wenn das so weitergeht, werde ich das Orchester wohl verlassen, so Leid es mir tut. Immerhin habe ich mit der Mandoline mein halbes Leben verbracht, ich spiele, seit ich 9 Jahre alt bin, und das sind immerhin fast 13 Jahre... Andererseits sehe ich es nicht ein, mich von Leuten auf der Straße ansprechen zu lassen, wieso "wir" ein so schlechtes Konzert dargeboten hätten. Wenn ich in einem Orchester mitspiele, geht man zwangsläufig davon aus, dass ich hinter dem stehe, was das Orchester spielt. Ich bin eigentlich auch der Meinung, dass das so sein sollte. Nur aus Gewohnheit brauche ich Damian nicht abends zu meiner Mutter geben, um mit dem Orchester zu proben. Dafür ist mir der darauffolgende Morgen auch zu schade, immerhin kann ich Damian dann nicht selbst aus dem Bett holen, wenn er wach wird. Also kein strahlendes Gesicht und kein fröhliches Gebrabbel, kein Gezappel, weil Damian sich freut, mich zu sehen. Nur um mich aufzuregen, ist mir das zu schade...

Bei Novocaine ist das vollkommen anders. Da lohnt es sich, einen Morgen pro Woche ohne den Gnom aufzuwachen, es gibt in dieser Band einen Fortschritt. Und wir machen unsere Songs selbst, das heißt, dass jeder zumindest etwas Gutes an jedem Song findet und dementsprechend auch zufriedener aus der Probe rausgeht und sich auf die nächste freuen kann.
Zum Beispiel hatten wir am Dienstag Abend einen dieser "Magischen Momente", wie Chris es genannt hat, in der einer angefangen hat, etwas zu spielen und nach und nach sind alle irgendwie eingestiegen und es hat perfekt geklungen. Ich will mehr davon...
22.4.06 00:38


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